Im Rahmen von "Luxemburg und Großregion – Kulturhauptstadt Europas 2007":




ALL WE NEED war eine Ausstellung in einem einzigartig spektakulären Ort: der Gebläsehalle, einer riesigen Industriehalle auf dem Hüttengelände von Esch-Belval.

ALL WE NEED erforschte die Welt als einen globalen Markt voller menschlicher Träume rund um das Streben nach einem glücklichen Leben.

Die Ausstellung zeigte Alternativen für Konsum und Lebensstil auf, vor allem auch durch das Beispiel des fairen Handels. Sie bot die Möglichkeit zur Reflexion und machte Aktionsvorschläge zu grundlegenden Fragen der Zukunft der Menschheit:
    •     Welches sind unsere fundamentalen Bedürfnisse, und wie können wir diese befriedigen,
    •     ohne dabei das Überleben des Planeten oder die Menschenrechte in Gefahr zu bringen?

Eine Entdeckungsreise, die es in sich hatte ... Der Rundgang der Ausstellung bestand aus 10 Stationen frei nach der Theorie von Manfred Max-Neef und den fundamentalen menschlichen Bedürfnissen. Er lud ein zu einer introspektiven und entdeckerischen Reise zu den innersten und realen Wünschen der Besucher.

Die Stationen der Ausstellung:
Relax - Survive - Choose - Love - Belong - Protect - Understand - Create - Dream - Stand up


Und was ist mein erster Schritt hin zu einer besseren Welt? Die Ausstellung brachte keine Antwort, sondern warf Fragen auf. Es liegt an uns allen, die Antworten zu finden ... mit unserem ersten Schritt, um die Welt zu schaffen, die wir uns wünschen.

Ideen für diesen ersten Schritt erhielten die Besucher auf der 10. Station, Stand up! Hier lagen Aktionskarten aus, die zum konkreten Handeln aufforderten und die man mitnehmen konnte. Die Karten waren von einer Reihe luxemburgischer ONGs erstellt worden.



Die drei Aktionskarten der Luxemburger Kommission "Justitia et Pax" behandeln die Themen Zivilcourage (Schau nicht weg!), partizipative Demokratie (Melde dich zu Wort!) und Information und kritisches Denken (Lass dich nicht denken!).

Die Texte:


Schau nicht weg!
Zeig Zivilcourage und stell dich gegen Gewalt!

Es ist nicht einfach, sich gegen Gewaltausbrüche zu stellen. "Was kann ich schon tun?" und "Dafür bin ich nicht zuständig!" – es sind immer die gleichen Einwände, sich zu rechtfertigen, wenn man nichts unternimmt. Sind wir selbst Opfer von Gewalt, wünschen wir uns, dass uns jemand hilft. Was wir für uns erwarten, müssen wir auch bereit sein, anderen zu geben. Zwei Worte, kollektiv gesprochen: "Hört auf!", bedeuten schon Mut in einfachster Form!
Deshalb: Schau nicht weg! Geh mit offenen Augen und Ohren durch die Welt! Steh für die Schwachen ein! Zeig, dass du nicht gleichgültig bist, und stell dich gegen Gewalt!




Melde dich zu Wort!
Ohne aktive Demokraten keine Demokratie!

In der repräsentativen Demokratie beschränken Mitverantwortung und Beteiligung der Bürger sich auf die Stimmabgabe. Angesichts der gesellschaftlichen Probleme ist es höchste Zeit, zu einer echten, d.h. partizipativen Demokratie überzugehen.
Denk dran: Wir sind das Volk! Wir haben das Recht, unseren Politikern unsere Meinung zu sagen! Teilen wir unsere Wünsche nicht mit, so können sie nicht erfüllt werden.
Deshalb: Beteilige dich an der Gestaltung deiner Zukunft! Melde dich zu Wort: in Leserbriefen, in persönlichen Briefen an Politiker, in Versammlungen, bei Unterschriftenaktionen, in Parteien, Gewerkschaften, ONGs!




Lass dich nicht denken!
Informiere dich gründlich und bilde dir deine eigene Meinung!

In unserer Informations- und Kommunikationsgesellschaft werden wir überhäuft mit meist einseitigen Informationen und Werbung. Eine Folge davon ist die Ausbreitung eines unkritischen Einheitsdenkens.
Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft aber ist es unerlässlich, dass wir uns nicht einlullen lassen und nicht alles schlucken, was uns vorgesetzt wird.
Deshalb: Entwickle einen kritischen Geist! Such dir deine Informationsquellen bewusst aus! Hinterfrage Informationen und Werbung: Wer steckt dahinter und was wird bezweckt? Denke quer! Hab keine Angst, gegen den Strom zu schwimmen! Und lebe dein eigenes Leben!



Die drei Photos stammen von Stefan Baumgärtner. Herzlichen Dank dafür!

Die drei Aktionskarten
(Texte [Autor: Luxemburger Kommission "Justitia et Pax"/Carine Hensgen]
und Photos [Autor: Stefan Baumgärtner])
stehen unter der Creative Commons Lizenz by-nc-sa:  
Creative Commons License  

Die Karten können auch als PDF-Dokument    heruntergeladen werden. 




Les textes des cartes d'action de la Commission luxembourgeoise "Justice et Paix" en français:


Ne détourne pas ton regard!

Fais preuve de courage civique et oppose-toi à la violence!

Il n'est pas facile de s'opposer à des déchaînements de violence. "Que puis-je faire au fond?" et "Cela ne me regarde pas" – ce sont là toujours les mêmes objections pour se justifier quand on n'entreprend rien. Mais si nous sommes nous-mêmes les victimes de la violence, nous souhaitons que quelqu'un nous vienne en aide. Ce que nous attendons pour nous, nous devons être prêts à le faire aussi pour autrui. Un mot, prononcé ensemble: "Arrêtez!", c'est déjà du courage dans sa plus simple expression.
Donc: Ne détourne pas ton regard! Parcours le monde les yeux et les oreilles grand ouverts! Engage-toi pour les faibles! Montre que tu n'es pas indifférent et oppose-toi à la violence!


Prends la parole!

Sans démocrates actifs pas de démocratie!

Dans la démocratie représentative, la responsabilité et la participation des citoyens se réduisent au vote. Face aux problèmes sociétaux, il est temps de passer à une démocratie authentique, c.-à-d. participative.
Penses-y: Le peuple, c'est nous! Nous avons le droit de dire à nos politiciens ce que nous pensons! Si nous ne communiquons pas nos revendications, elles ne peuvent pas être satisfaites.
Donc: Participe à la construction de ton avenir! Prends la parole: dans des lettres à l'éditeur, dans des lettres personnelles adressées aux politiciens, dans des réunions, lors de collectes de signatures, dans les partis, les syndicats, les ONG!


Ne laisse pas autrui penser pour toi!

Informe-toi sérieusement et forge ta propre opinion!

Dans notre société d'information et de communication, nous sommes submergés d'informations et de publicités la plupart du temps unilatérales. Il s'en suit la propagation d'une pensée unique dénuée d'esprit critique.
Pour que notre société ait un avenir, il est cependant indispensable de ne pas nous laisser anesthésier et de ne pas avaler tout ce qui nous est servi.
Donc: Développe ton esprit critique! Choisis tes sources d'information de façon consciente! Questionne les informations et la publicité: Qui en tire les ficelles et à quel dessein? Ne pense pas comme tout le monde! Ose aller à contre-courant! Et vis ta vie à toi!





ALL WE NEED

21. April - 28. Oktober 2007

Gebläsehalle / Halle des Soufflantes, Belval Ouest
12, avenue des Hauts Fourneaux, Esch-sur-Alzette

Webseite: http://www.allweneed.lu


(8.6.2008)

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