2008: 60.
Jahrestag der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
KONFERENZ
Michael
Lapsley Direktor,
Institute for Healing of Memories, Kapstadt
Die
Wunden von Terror und Tyrannei heilen – Bericht eines
Überlebenden –
Freitag, 21.
November 2008, 20 Uhr Jean-Monnet-Gebäude
(Saal M6), rue Alcide de
Gasperi, Eingang: rue Albert Wehrer, Luxemburg-Kirchberg
Am 28. April 1990 öffnete
Michael Lapsley zu Hause in Simbabwe seine Post. Dabei explodierte eine
in einer Zeitschrift versteckte Briefbombe. Durch die Explosion
stürzten in drei Zimmern seines Hauses die Decken ein. Er verlor
beide Hände und ein Auge. Lapsley, ein ursprünglich aus
Neuseeland stammender anglikanischer Priester, hatte sich jahrelang
aktiv für die Bekämpfung der Apartheid eingesetzt. Er
bezahlte einen hohen Preis für seinen Einsatz für die
Menschenrechte, dessentwegen er einige Zeit davor aus Südafrika
ausgewiesen worden war.
1992 kehrte er nach Südafrika
zurück, um am Wiederaufbau und der Aussöhnung in diesem Land
mitzuwirken. Er wurde Seelsorger im Traumazentrum in Kapstadt, in dem
Opfer von Gewalt und Folter betreut werden und an dessen Aufbau er
beteiligt war. 1996 sagte er vor der südafrikanischen Wahrheits-
und Versöhnungskommission aus. Heute leitet er das 1998 von ihm
gegründete Institut zur Heilung von Erinnerungen (Institute for
Healing of Memories) in Kapstadt, das dabei helfen will, die
emotionalen, psychologischen und seelischen Wunden von Gewalt zu
heilen. Er leitet in vielen verschiedenen Ländern Workshops
über die Aufarbeitung schmerzlicher Erinnerungen, so etwa in den
USA, Australien, dem Vereinigten Königreich,
Israel-Palästina, Irland, Ruanda und Simbabwe.
Konferenz in
Englisch, mit
Simultanübersetzung ins Deutsche und ins Französische.
Organisator: ACAT (Aktion der
Christen für die Abschaffung der Folter) in Zusammenarbeit mit: - der Luxemburger Kommission "Justitia et Pax" - dem Konsortium "Fridden an der Welt"
(Bridderlech Deelen – Caritas Luxembourg) - der Anglikanischen Kirche von Luxemburg - ErwuesseBildung