Für eine Kultur des Friedens

Ein Appell des Rates christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg
 

Die heutige Welt kennt keinen Frieden. Terrorismus, Angst vor dem Anderen, Gewalt und Ungerechtigkeit stecken die ganze Gesellschaft an.

In dieser Situation sind die Christen Boten der Hoffnung, der Gerechtigkeit und des Friedens. Getreu dem Leben und der Lehre Christi haben sie eine Verantwortung zu Wachsamkeit, Tat und Gebet.

Der Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg schließt sich jedem Schritt und jeder Initiative an im Hinblick auf eine gerechte und friedliche Lösung der Irak-Krise sowie anderer Konflikte in der Welt und des internationalen Terrorismusproblems.

Er erinnert die Christen daran, dass die Kultur des Friedens sicher nicht einfach, aber möglich ist, vorausgesetzt dass jeder sich um Gerechtigkeit, Dialog, Aufrichtigkeit und Dienst am Nächsten bemüht.

Er lädt alle Christen ein, aus dem Gebet die Kraft und die Inspiration zu schöpfen, um wahre Handwerker des Friedens zu sein.
 

Friedensgebet (nach Franz von Assisi)

Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. Amen.


Der Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg lädt alle christlichen Gemeinden ein, diese Erklärung und das Gebet des heiligen Franz von Assisi im Lauf eines der nächsten Gottesdienste zu verlesen.

Für den Vorstand des Rates christlicher Kirchen:

Reverend Elefterios Anyfantakis
Pfarrer Michel Faullimmel
Reverend Christopher Lyon
Chanoine Mathias Schiltz

Luxemburg, 12. Februar 2003

 


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